„The Two Popes“: Säkulare Bromance in kirchlichem Gewand

 

von Elisabeth Dóczy

Heute Nacht wurden die Golden Globes verliehen. Die vierfach nominierte Netflix-Produktion „The Two Popes“ ging dabei leer aus. Dem Dramatiker und Drehbuchautor Anthony McCarten (u.a. „Die Entdeckung der Unendlichkeit“, „Die dunkelste Stunde“, „Bohemian Rhapsody“) und dem Regisseur Fernando Meirelles (u.a. „City of God“, „City of Men“, „Der ewige Gärtner“) war ein ästhetisch ansprechender Feelgood Film gelungen, der herzlich wenig Wahres über die Kirche und noch weniger über den emeritierten Papst auszusagen weiß. Er geht von einer Spaltung zwischen liberalem und konservativem Katholizismus aus und präsentiert sich selbst als ausgestreckte Hand, die dem veralteten Lager wohlwollend in die Gegenwart helfen will.

Impressum © 2006-2021  Pontifex - Die Initiative der Generation Benedikt