Pressemitteilung zu den Regionalkonferenzen des Synodalen Wegs

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Glaubensinhalte vertiefen, Verkündigung digitalisieren, der Kirche treu bleiben

Das Mediennetzwerk Pontifex fordert von den heute stattfindenden Regionalkonferenzen des „Synodalen Wegs“ eine Konzentration auf Wege der Verkündigung statt einer Vertiefung der eigenen Systemirrelevanz durch selbstzentrierte Destruktion der kirchlichen Lehre.

Zu den heute stattfindenden Regionalkonferenzen erhoffen wir uns als Mediennetzwerk Pontifex, dass bei der Darstellung der Erfahrungen aus der Corona-Zeit auch die Erfahrungen junger Katholiken außerhalb der verbandlichen Strukturen mit einbezogen werden.
Der der Not geschuldete Rückzug der Kirche ins Digitale muss in einen Weg der Verkündigung umgewandelt werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass der ohnehin sehr niedrige Messbesuch sich noch stärker verringern wird. Der menschgewordene und in der Eucharistie körperlich gegenwärtige Gott lässt sich nicht einfach digitalisieren, seine Verkündigung aber schon. Es sollte immer das erste Bemühen der Kirche und daher auch des „Synodalen Weges“ sein, die Menschen in und mit Christus zusammenzubringen.

Die Begrenzung des kirchlichen Lebens auf den privaten und digitalen Bereich hat in den letzten Monaten noch deutlicher gemacht, wie notwendig eine moderne und überzeugende Präsenz des katholischen Glaubens im digitalen Raum ist. „Die Botschaft ist seit 2000 Jahren die gleiche“, so Benno Schwaderlapp vom Mediennetzwerk Pontifex, „wir brauchen die Lehre der Kirche nicht neu zu erfinden, sie ist schon da und sie macht den Menschen frei und froh. Wir sollten uns vielmehr darum bemühen, Wege zu finden, diese Botschaft für die Menschen heute zugänglich und verständlich zu machen. Hier liegt die eigentlich spannende Herausforderung“.

Gerade in dieser Zeit kann sich zeigen, ob die Kirche in Deutschland und daher auch der "Synodale Weg" dem Wunsch des Papstes nach einem „Primat der Evangelisierung“ nachkommen will oder ob sie zu sehr mit ihren eigenen Strukturfragen beschäftigt ist, um zu sehen, dass die Menschen dringend nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens suchen.

„Als Katholiken, die seit vielen Jahren die Botschaft Christi und den Glauben der Kirche in verschiedenen Formaten digital verkünden und bezeugen, wollen wir dieses Defizit in Verkündigung und Zeugnis jedoch nicht einfach kritisieren“, so Elisabeth Dóczy, stellvertretende Vorsitzende des Mediennetzwerks Pontifex, „sondern bieten auch ganz konkret an, unsere Erfahrungen konstruktiv einzubringen“. Innovationen kann es hier nur durch Zusammenarbeit und das Nutzen von Synergien geben. Von Glaubensvermittlung in Video-Formaten, über Whatsapp-Netzwerke oder Online-Gebetstreffen: die Möglichkeiten sind zahlreich und die Notwendigkeit groß.

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