Pressemitteilung zu den Regionalkonferenzen des Synodalen Wegs

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Glaubensinhalte vertiefen, Verkündigung digitalisieren, der Kirche treu bleiben

Das Mediennetzwerk Pontifex fordert von den heute stattfindenden Regionalkonferenzen des „Synodalen Wegs“ eine Konzentration auf Wege der Verkündigung statt einer Vertiefung der eigenen Systemirrelevanz durch selbstzentrierte Destruktion der kirchlichen Lehre.

Zu den heute stattfindenden Regionalkonferenzen erhoffen wir uns als Mediennetzwerk Pontifex, dass bei der Darstellung der Erfahrungen aus der Corona-Zeit auch die Erfahrungen junger Katholiken außerhalb der verbandlichen Strukturen mit einbezogen werden.
Der der Not geschuldete Rückzug der Kirche ins Digitale muss in einen Weg der Verkündigung umgewandelt werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass der ohnehin sehr niedrige Messbesuch sich noch stärker verringern wird. Der menschgewordene und in der Eucharistie körperlich gegenwärtige Gott lässt sich nicht einfach digitalisieren, seine Verkündigung aber schon. Es sollte immer das erste Bemühen der Kirche und daher auch des „Synodalen Weges“ sein, die Menschen in und mit Christus zusammenzubringen.

Priesterausbildung muss im Zentrum geistlicher Refombestrebungen stehen

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Pressemitteilung der Initiative Pontifex zum Vorschlag der „Qualitätssicherung der Priesterausbildung“

Die am 24.06.2020 vorgelegten Pläne zur Konzentration der Priesterausbildung auf einige wenige Orte in Deutschland als Reaktion auf den Mangel an Seminaristen, werden der Berufung zum Priestertum, der zur Ausübung des priesterlichen Dienstes nötigen akademischen Ausbildung und der Entwicklung einer wahrhaft priesterlichen Seele nicht gerecht. In Gebet und Sakrament liegt der Kern ihrer Berufung. Dieser Kern muss Fokus der Priesterausbildung sein. Der Dienst der Heiligung, also der Auftrag, die Menschen zu Christus und in den Himmel zu führen, braucht eine tiefe geistliche Formung der Kandidaten, damit sie auch in Zeiten empfundener Gottesferne und in der Versuchung zur Verweltlichung standhaft bleiben.

Priesterseminare und theologische Fakultäten sind keine Berufsausbildungszentren weltlicher Art. Sie müssen vom Geist Christi durchdrungen sein, akademische Ausbildung auf höchstem Niveau bieten und gleichzeitig geistliche Zentren der Christusnachfolge und Evangelisierung sein. Zusätzlich bedarf es einer intensiven und dauerhaften geistlichen Begleitung jedes einzelnen Weihekandidaten, besonders auch über die Weihe hinaus. Hierbei muss die direkte und persönliche Beziehung zum Bischof der Weihediözese ein Kernelement der Ausbildungszeit sein. Dies wäre bei einer „Fernbeziehung“ während des Studiums unmöglich. Die immer kleiner werdende Zahl der Priesteramtskandidaten sollte Anlass zur Steigerung der Ausbildungsqualität sein, nicht Ausgangspunkt von Einsparungen.

Pressemitteilung: Die Lehren aus der Krise

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Menschenleben gegen Sakramente?
Die Sorge um Menschenleben und die Sakramentenspendung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides ist von absolut unschätzbarem Wert und beides muss zugleich berücksichtigt werden.
Der Zugang zu den Sakramenten während der Pandemie hängt einzig und allein an der Umsetzbarkeit der notwendigen Hygienemaßnahmen – sowohl innerhalb der Kirchen, als auch im Freien. Eine sichere Sakramentenspendung ist möglich. Es ist die Aufgabe der ganzen Kirche und vor allem der Laien, diese Wege zu ermöglichen und somit die Sakramente für alle Gläubigen zugänglich zu machen.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“
Persönliche Seelsorge und der reale Empfang der Sakramente sind durch nichts zu ersetzen. Gerade in existenziellen Krisen und Notlagen muss die Kirche persönlich bei den Menschen sein. Ein Rückzug ins Digitale ist niemals die Antwort Christi. Ein vitaler Glaube ist in Deutschland und Österreich vorhanden, wovon die große Sehnsucht vieler nach der Eucharistie zeugt.

Pressemitteilung: Nachsynodales Schreiben "Querida Amazonia" von Papst Franziskus

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Die gerade in Deutschland aktuellen Themen der Weihe verheirateter Männer und einer niederen Weihe für Frauen werden im Text des Papstes überhaupt nicht erwähnt oder ablehnend beschrieben. Hier verkündet der Heilige Vater in Einheit mit seinen Vorgängern die Lehre der lateinischen Kirche. Die Letztgültigkeit der Entscheidung des Hl. Johannes Paul II. zur Unmöglichkeit einer Weihe von Frauen wird so auch durch Papst Franziskus erneut bestätigt.
Somit stellt sich der Papst gegen die Empfehlung der Mehrheit der Synodenteilnehmer, die eine Weihe verheirateter Männer zur Aufrechterhaltung der Sakramentenspendung beschlossen hatten. Sakramente ja, aber nicht durch eine Entstellung des Priestertums.
Synodalität ja, aber keine Demokratie.

Macht in der Kirche: Dienendes Priestertum als Vorbild

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Aufgabe des Priesters ist es, Christus in der Welt berührbar und sichtbar zu machen im Spenden der Sakramente. Viele Bischöfe, Priester und Diakone versehen ihren Dienst an Gott und den Menschen mit tagtäglicher Hingabe. Klar ist: Jede Art des Machtmissbrauchs, wie er leider in der Vergangenheit vielerorts geschehen ist und geschieht, steht im absoluten Gegensatz zur Lehre der Kirche. Mancher Missbrauch von Macht kommt nicht zuletzt aus der falschen Vorstellung einzelner Geistlicher, dass es in der Hand des Priesters liegt, über Lehre, Sakramente, Liturgie, aber auch über die ihm anvertrauten Gläubigen frei zu verfügen.

Ein Verfälschen der Sakramente oder der Liturgie nach den privaten Vorstellungen oder Wünschen eines Geistlichen ist ein Machtmissbrauch und enthält den Christen das Notwendigste vor, nämlich die direkte Begegnung mit Christus durch die Sakramente und die Gemeinschaft mit der Weltkirche in der einheitlichen Liturgie.

Daher braucht der Klerus eine Reform des Selbstverständnisses von Priestern. Der Klerus muss sich wieder als Diener der Menschen und Diener Gottes sehen. Der Priester hat Macht über seine Gläubigen ausschließlich im Sinne von dienender Verantwortung. Die Verantwortung des Priesters oder Bischofs liegt allein darin, den Gläubigen durch Sakramente, Predigt und Begleitung zur persönlichen Heiligkeit zu verhelfen. Eine demütige Unterordnung der Geistlichen unter die Vorgaben der Liturgie, der Lehre und der Regeln zur Sakramentspendung ist ein dringend notwendiger Schritt zur Vorbeugung von Machtsucht und Klerikalismus.

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