Piraten kapern das Kirchenschiff

 

Von Reinhild Rössler

„Die Steine des Heiligtums liegen auf den Straßen zerstreut umher, wenn die Personen heiliger Stände sich in breitestem Maße ihren Lüsten überlassen und zeitlichen Dingen nachgehen. Man beachte wohl, dass es nicht einfach heißt „auf den Straßen zerstreut“, sondern an den „Straßenecken“; denn auch in ihrer zeitlichen Beschäftigung möchten sie hochangesehen sein und so einerseits den breiten Weg der Lust und des Vergnügens wandeln, anderseits aber doch die Ehre ihres heiligen Standes an den Straßenecken genießen“,

Von Krankheit, Sünde und Leid – Von Glaube, Hoffnung und Liebe

 

Von Veronika Dieterle

Es gibt hier nichts schön zu reden. Die Kirche leidet. Die Zahl der Gläubigen nimmt ab, ein Skandal jagt den nächsten, die Lehre verschwimmt, wird verfälscht und verschwindet im Mittelmaß, die Wahrheit ist zum Allgemeingut verkommen. Noch schlimmer: Die, der katholischen Kirche seit je ureigene, Hierarchiestruktur wird missbraucht und pervertiert. Von eben diesen, die sich der Liebe und dem Dienst an der Kirche verschrieben haben.

Die Radikalität des Maßhaltens

 

Von Reinhild E. Rössler

Wir befinden uns in einem Kulturkampf. Das schon seit einiger Zeit, aber spätestens jetzt sollten wir langsam verstanden haben, dass wir ihn verloren haben. Alle wichtigen Schlachten auf dem Spielfeld der Politik sind geschlagen und verloren. Und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die nächste große Niederlage droht. Das klingt furchtbar negativ und resignierend - ist es aber eigentlich nicht. Es ist vielleicht sogar eine Chance für uns zu einem Neuanfang, die in der Erkenntnis ihre Wurzel hat, dass der Kampf den wir kämpfen ein geistlicher Kampf ist.

Der tote Gott

 Von Reinhild E. Rössler

Die Helden der Christen haben die eigentlich völlig paradoxe Angewohnheit, häufig mit dem Instrument dargestellt zu werden durch das sie gestorben sind. Es wirkt fast so also wäre der Tod das eigentliche Ziel des Christen. Das Symbol des Christentums schlechthin ist das Kreuz – das vielleicht abartigste Folterinstrument einer brutalen antiken Kriegsmacht. Die Christen verehren nicht den auferstandenen Gott, keinen schönen, starken, edlen Apoll – sie verehren Gott als verletzlichen und getöteten, nackten Mann. Eine Religion der Todessehnsucht? Eine Religion der Masochisten?

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