Synodaler Weg Fragebogen - Macht und Gewaltenteilung

 

Der Synodale Weg : es wurde gefragt, wir haben geantwortet

Unsere Antworten zum Thema "Macht und Gewaltenteilung"

1) "Welche konkreten Erfahrungen von Macht und Ohnmacht haben Sie in der Kirche gemacht und was muss Ihrer Meinung nach in der Kirche verändert werden, damit der Umgang mit Macht besser kontrolliert und Machtmissbrauch verhindert werden kann?"

Ohnmacht erlebt man, wenn Geweihte unseren katholischen Glauben in Worten und/oder Taten untergraben oder verfälschen. Machtmissbrauch und echter Klerikalismus wird bemerkbar, wenn Priester sich zu Herren über das Messbuch und damit über die Gottesdienst-Gemeinde machen, z.B. sich Tagesgebete frei ausdenken, Hochgebete frei formulieren. Eine weitere Form, unsichtbarere der Ohnmacht erfahren Priester, wenn Pfarrmitglieder sich gruppenweise gegen sie stellen. Hier hilft nur Glaubenstreue bei Geweihten und bei Priestern. Und der theologisch, dogmatisch und liturgisch korrekte Umgang mit Glaubensinhalten und Glaubenspraxis muss eingefordert werden dürfen.

2) "Wie können mehr Menschen aktiv an den Aufgaben und Entscheidungen in der Kirche beteiligt werden?"

MEHR GLÄUBIGE für MEHR BETEILIGUNG: Für mehr Beteiligung braucht es mehr Gläubige. Für mehr Gläubige braucht es mehr Bildung im Glauben. Für mehr Bildung im Glauben braucht es das Engagement von Laien, womit sich die Frage der Entscheidungsteilhabe von selbst beantwortet. Es braucht glaubensfeste Laien in den Pfarren und Gemeinschaften, die sich engagieren in der Katechese für Erwachsene, der Vorbereitung auf Erstkommunion, die Firmung und auf die Taufe.

MEHR GELEBTER GLAUBE für MEHR GLÄUBIGE: In unserer Glaubenspraxis muss klar erkennbar sein, was wir glauben. Das bedeutet regelmäßiger Messbesuch, erweiterte Beichtzeiten, Rosenkranzgebet, Mai-Andachten, das Leben nach dem liturgischen Kirchenjahr und karitatives Engagement. Wer sein eigenes Leben nach den zeitlosen Vorgaben der Kirche richtet, wächst zusehends in die Kirche hinein und wird immer bereiter, Christus im eigenen Leben noch mehr Raum zu geben. Best Practice Beispiele: die ALPHA-Kurse, die FOCUS Uni-Campus-Missionare, bereits in Passau und in Wien.

3) "Wie können wir im Sinne von Papst Franziskus als Kirche in Deutschland überzeugender eine dienende Kirche sein?

DAS VORHANDENE HERVORHEBEN und FÖRDERN. Es gibt unzählige Beispiele des Dienstes in Wort und Tat auf der ganzen Welt, inklusive Deutschland. Diese müssen hervorgehoben, gezeigt, gefördert werden. Zum Einen sind unsere Priester und alle Geweihten ein leuchtendes Beispiel, da sie ihr ganzes Leben in den Dienst der Kirche stellen. Weiters gibt es unzählige „Diener“ und „Dienerinnen“ in Pfarren und Gemeinschaften, die unbemerkt von der Öffentlichkeit aufopferungsvoll ihren Aufgaben nachgehen. Ein paar Beispiele: Ordensgemeinschaften wie die Missionarinnen der Nächstenliebe, Deutschkurse für Flüchtlinge in Pfarren, pfarrliche Unterstützung von Schwangeren in Not, Krankenseelsorge, Seelsorge in Altersheimen, Hilfswerke wie Kirche in Not, Suppenküchen in Pfarren, Ehe-Vorbereitung und –beratung und vieles mehr. Das „Material“ war schon immer da und was vielleicht fehlt, ist das Bewusstsein dafür.

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