Anbetung macht attraktiv

 

von Stefanie Bross

Erster „Adoratio“- Kongress in Altötting

Mit einem feierlichen Pontifikalamt ist am Sonntag der Kongress zur eucharistischen Anbetung und Erneuerung des Glaubens in Altötting zu Ende gegangen. Über 2.000 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben am dreitägigen Kongress „Adoratio“ teilgenommen. Ein Kongress, den es in so einer Form in Deutschland noch nicht gegeben hat und dessen Atmosphäre und Tiefe, tausende Besucher begeistert hat. steffi bross

ER macht alles neu!

Zu den Tagen in Altötting hat der Passauer Bischof Stefan Oster eingeladen und in seinem Grußwort betont: „Ich bin überzeugt, dass es keine Erneuerung in der Kirche gibt, ohne dass Gott ihre Mitte wäre – und ohne dass wir in die rechte Weise der Anbetung finden.“ Wie eng Neu-Evangelisierung und Anbetung zusammengehören, davon konnte man in den Workshops und Vorträgen, die am Samstag im Kultur+Kongress Forum stattgefunden haben, mehr erfahren.

„Meine Armut vor Gott aushalten“

Ein Highlight des Kongresses, war sicherlich der Vortrag des Pallotinerpaters Hans Buob zum Thema „Anbetung – Wie geht das?“. In seinem Vortrag ging er darauf ein, wie wichtig es sei Gott zwei Fragen zu stellen „Wer bist du Gott?“ und „Wer bin ich?“ Erst dann könne Beziehung entstehen, erst dann könne man sich von Gott verwandeln lassen „dann werden wir sogar schön“, so Buob. Die Frage danach wer wir sind, habe etwas mit der Armut zu tun, von der die Schrift spricht. Die Tradition nenne das DEMUT. „Meine Armut vor Gott aushalten, das ist Anbetung“, erklärte Buob. Gott offenbare sich uns jedes Mal neu in seiner verschwenderischen Liebe. Hat man diese unendliche Liebe erkannt, könne man nicht anders, als anzubeten. In der Anbetung begegne man einem Gott, der alles ist und man selbst ist nichts.

Wenn Jugendliche Anbeten

In einem Podiumsgespräch sprachen verschiedene Vertreter junger Initiativen (Nightfire, Adoray, Gemeinschaft Emanuel, Jugend 2000, Nightfever und Loretto-Gemeinschaft) deren Mittelpunkt die eucharistische Anbetung ist, über verschiedene Formen von Gebetsabenden. Gerade in einer Zeit, die sehr schnelllebig ist, in der man kaum zur Stille oder zur Ruhe kommt, ziehe es viele Jugendliche an, in die Kirche zu kommen und Frieden zu finden. Das Geheimnis zum „Erfolg“ sei es, Jesus in den Mittelpunkt zu stellen, sowohl in der Gestaltung des Raumes, als auch in der Musik.

Gebet für Berufungen

Doch am Wochenende wurde nicht nur über Anbetung gesprochen, sondern auch an den beiden Abenden und am Sonntagvormittag gemeinsam vor dem Allerheiligsten mit Lobpreis gestaltet von der Jugend 2000 und der Gemeinschaft Loretto, gebetet. Besonderer Höhepunkt war das Gebet um und für Geistliche Berufungen, Priester und Ordensleute im deutschsprachigen Raum am Sonntagvormittag. David Craig, Gründer des Apostolates „Adoration for Vocations“, leitete die 10-minütige Zeit der Stille an. Kurz davor gab Craig ein Zeugnis, in dem er erzählte, dass in seiner Pfarrei in Connecticut gleich drei geistliche Berufungen, als Frucht der regelmäßige Eucharistischen Anbetung, hervorgekommen sind. Davor habe es rund 60 Jahre lang keine einzige Berufung in dieser Gemeinde gegeben.

„Der Welt zu zeigen, dass oben immer die Sonne scheint“

Einige Teilnehmer des Treffens berichteten, wie tief sie diese Tage empfunden haben und dass sie voller Hoffnung und Frieden nach Hause in ihre Pfarrei zurück gehen. Viele mit dem Wunsch dort einen Ort der Anbetung zu starten. Selbst ein evangelischer Pastor, der aus Neugier aus Berlin angereist war, sprach seine Begeisterung und Bewunderung aus. Von den Tagen in Altötting und den Momenten der Anbetung sei er zutiefst berührt worden.

Beim Abschlusspontifikalamt in der Basilika St. Anna ermutigte Bischof Stefan Oster alle Teilnehmer die Welt auf diese „Sonne der Gerechtigkeit“ hinzuweisen, die einen in der Anbetung anstrahle.

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