Zur Kritik von Bischof Oster am BDKJ

Die Kritik unseres neuen Jugendbischofs an der oft fehlenden Ausrichtung der Arbeit katholischer Verbände auf Christus, sehen wir als einen wichtigen und aufrüttelnden Impuls an. Als Katholiken in Gesellschaft oder Politik aktiv zu sein, birgt immer die Gefahr sich zu sehr nach diesen weltlichen Dingen auszurichten und zu vergessen, worum es eigentlich geht - nämlich jeden Einzelnen (und vor allem sich selbst) zur Liebe Christi zu bringen. Diese Gefahren kennen wir natürlich auch aus unserer Arbeit. Wir unterstützen daher sehr die aufrüttelnden Worte unseres Jugendbischofs Oster.

Oft führen auch zu viele Strukturen dazu, den Geist etwas einzudämmen – das kann gerade bei so riesigen Verbänden wie dem BDKJ ein Problem sein. Ein wenig Mut zu weniger Struktur, weniger Absicherung und mehr unabhängiger, allein idealistischer Arbeit für Christus kann dabei helfen. Gerade jetzt brauchen wir in unserer Gesellschaft keine Kirche, die zuerst die Agenda der Politik übernimmt - ganz im Gegenteil. Vielleicht mehr als zuvor braucht es heute eine echte und lebendige Begeisterung für das Evangelium. Die Botschaft der Kirche ist nicht bequem, aber sie ist ehrlich, wahr und am Ende der einzige Weg, wirklich glücklich zu werden. Kein Mensch bekehrt sich zu Christus, weil die Kirche die spirituelle Fundierung einer liberalen Weltansicht liefert. Christ wird und bleibt man, wenn man Christus kennenlernt und erfährt, was Gott für einen getan hat und tut. Gerade als junge Katholiken sollten wir uns trauen, das auch zu leben und zu vertreten. Da dies in unserer Umwelt nicht wirklich leicht ist, sind wir sehr dankbar, wenn die Bischöfe als unsere Hirten hinter und vor uns stehen.

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